Donald ist wenigstens ehrlich

Da ist doch wieder was durchgesickert. Dabei wollten sie sich solch eine Mühe geben. Auch die krächzende Andrea Nahles, die vor lauter Heiserkeit gar nicht richtig reden kann, ist sauer. Doch sie schlägt nicht zu. Alte Männer haut sie nicht. Weder aus Würselen noch Aachen. Und was Armin Laschet da sickern ließ, war der neuen Regierung schon wieder unangenehm. Das Klimaziel, den CO2-Ausstoß im Jahr 2020 gegenüber dem des Jahrs 1990 um 40 % zu reduzieren, wird aufgegeben. War denn schon Ostern? Da ist der Heilige Geist auf die schwarzroten Gipsköpfe herabgekommen. Diesmal schon nach Weihnachten und nicht erst zu Pfingsten. Weil sie während der letzten zehn Jahre nichts für die Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes der BRD getan haben, können sie das Ziel nicht erreichen. Da muss das Klima halt mal Geduld haben. Jetzt sollen im Jahr 2030 aber 55 % gegenüber 1990 eingespart werden. Das ist ungefähr so, als ob ihnen ein Dicker sagt, bis Ende Januar habe ich fünf Kilo runter. Am 29. Januar sind es zwei und er sagt, bis Ende Februar sind es dann acht Kilo. Und so geht es immer weiter. Übrigens war das nicht das erste Umweltziel für 2020, das auf dem Kompost landete. Bis dahin sollten eine Million E-Autos auf deutschen Straßen fahren. Guter Witz, nicht wahr? Trotz 4.000 € Kaufzuschuss wurden 2017 ungefähr 50.000 E-Autos zugelassen. Die Dortmunder Stadtwerke sagen zum Beispiel, brauchbare E-Busse gibt es frühestens 2020. Das hätte ein echtes Umweltjahr werden können, dieses … na Sie wissen schon.

Nun wollen wir mal die internationale Wirkung dieses Beschlusses beleuchten. Das ist ja in letzter Zeit immer ungeheuer wichtig, dass wir für die Welt eine stabile Regierung haben. Nun liebe Welt, es wird. Deutschland war mal der Vorreiter in Sachen Umwelt- und Klimaschutz. Dafür posierte Frau Dr. Angela Merkel malerisch vorm Grönlandeis. Sie ließ sich die Klimakanzlerin nennen. Das war schon 2007. Vier Jahre später stieg sie uns aus der Atomkraft aus, um nach Fukushima die Wahlen in Baden-Württemberg zu retten. Das klappte nicht – der grüne Auto-Kretschmann gewann. Egal, der Ausstieg vom Ausstieg blieb. Doch wer weiß, noch haben wir nicht 2022. Deutschland trommelte mächtig und hatte wohl auch hie und da ziemlich große Klappe. Und dann stieg Donald aus dem Klimaschutzabkommen von Paris aus. Ein Sturm der Entrüstung fegte um die Welt, wenn wir unseren Medien glauben. Der Mann stellte die USA auf eine Klimastufe mit Nicaragua und Syrien. Beide Länder sind übrigens mittlerweile beigetreten. Bis zum Jahr 2020 wollen alle Unterzeichner sagen, was sie fürs Klima tun können. Ab dem Jahr sollen jährlich 100 Milliarden Dollar bereitgestellt werden, um Klimaänderungsfolgen abzumildern. Und alle machen mit. Nur Donald nicht. Der Mann ist wirklich der Letzte, sagten sie überall. Es klang, als schupse Donald den Planeten persönlich in den Abgrund. Doch wir möchten Sie gern fragen, was schlimmer ist. Donalds Absage oder Angelas Versagen? Zumindest ist der Milliardär ehrlich. Ihn interessiert das Klima nicht. Angela belügt und betrügt uns Deutsche nach Strich und Faden. Obendrein ist sie so dreist, uns mit einem neuen Ziel zu beglücken. Wenn es 2030 zum Schwur kommt, ist sie 75 und womöglich immer noch Kanzlerin. Da wissen wir nicht, was schlimmer ist. Das erneute Verfehlen des Ziels oder die ewige Kanzlerschaft? Doch im Ernst. Dieses Getue ums Klima wird unerträglich. Dieses Paris-Abkommen ist die pure Heuchelei. Wenn in Deutschland Umwelt- oder Klimaschutz gelebt werden soll, müssen sofort Fahrverbote her. Atembare Luft in den Großstädten ist ein Grundrecht. Doch wir haben die sog. Dieselgipfel erlebt. Auch den Konsumenten ist das egal. Sie kaufen weiter ihren SUV. Deshalb lassen Sie uns doch wenigstens so ehrlich sein wie Donald.

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