Ein deutscher Traum

Heute Nacht träumte ich von dieser Zeitungsmeldung:
New York (SUTOLITA). Über die Pressestelle der UN haben die Staaten Iran, Russland, Deutschland, Frankreich und China heute am 21. September 2017 eine Bekanntmachung veröffentlichen lassen. Hierin erklären die Unterzeichner ihren festen Willen, den bisherigen Atomvertrag mit dem Iran neu aufzulegen und als multilaterales Vertragswerk zu ratifizieren. Damit kommen sie den USA zuvor, die das bisherige Anhängsel an eine Resolution einseitig aufkündigen wollten. Gegen ein neues Anhängsel hätten die USA im Weltsicherheitsrat gewiss ihr Veto eingelegt. Deshalb einigten sich die fünf Staaten auf einen neuen Vertrag mit dem Titel „Hoffnung und Frieden“ (deutsche Übersetzung). Der ehemalige Vertragsstaat Großbritannien war zum Fünfertreffen eingeladen. Dem Vernehmen nach verließ Theresa bereits nach zehn Minuten kopfschüttelnd den Saal. Sie soll gemurmelt haben: „Shit brexit, bloody Donald. Auf was hab ich mich da nur eingelassen?“ Besagter Präsident Donald war nicht gebeten worden. Den neuesten Tweets nach zu urteilen weilt er mittlerweile auf seinem Golfgelände in Florida. Ganz klar wurde das nicht, weil der Nachrichtendienst Twitter nicht in der Lage war, die wutschäumenden Zwitschereien des mächtigen Mannes in der Anzahl und Schnelligkeit zu übertragen. Florida ist aktuell ohne Twitter-Empfang. Iran verzichtet im neuen Kontrakt weiterhin auf Entwicklung und Bau von Atomwaffen. Die Unterzeichnerstaaten bekräftigen ihre Absicht, die wirtschaftlichen Beziehungen untereinander forciert auszubauen. Neben dem Handel sollen auch der Kultur-, Sport und Jugendaustausch deutlich ausgeweitet werden. Außenminister Gabriel ließ ausrichten, er habe jetzt genug von diesem Vollpfosten mit Perücke. Gabriel vertritt derzeit die Kanzlerin, die nach diversen Tomatentreffern zur Erholung auf dem Obersalzberg weilt. Dort spielt sie mit Frauke Petry Scrabble. Dem Vernehmen nach legen die Damen dort ihre Ministeranwärter_innen aufs Brett. Präsident Macron drückte es galanter, aber nicht weniger deutlich aus. Ein Blitzübereinkommen legt den Mitgliedern der UN nahe, künftig von den ISA statt den USA zu sprechen. „Denn bei Donalds Außenpolitik können wir nur noch von Isolated States of America sprechen“, sagte der russische Außenminister Lawrow. Als erste Teilgebiete haben Kalifornien und Washington ernste Überlegungen angekündigt, ihre stars von den stripes zu lösen. Der Fünferbund lud alle Staaten zu Gesprächen über den Weltfrieden ein. Ein besonderer Gruß ging nach Nordkorea. Kim werden ähnliche Verhandlungen wie einst dem Iran angeboten. Zwar ohne die ISA, aber doch mit dem festen Willen zum Frieden. „Gegen die ISA wollen wir militärisch natürlich nicht antreten“, führte Sigmar aus, „doch werden wir sie bitten, bis zum Jahresende mit dem Abzug ihrer Truppen von unserem Staatsgebiet zu beginnen. Insbesondere die Atomsprengköpfe müssen sofort weg.“ Desweiteren hoffen die fünf Nationen auf die friedlichen Kräfte innerhalb der ISA. Alle, die nicht weißer Hautfarbe und blond sind, mögen beim nächsten Mal bitte verstärkt zur Wahl gehen. Berny Sanders bot umgehend seine Kandidatur für die Demokraten im Falle vorgezogener Neuwahlen an. Die russische Nachrichtenagentur Prawda zitiert Kremlchef Putin mit den Worten: „Entweder zerfallen die ISA jetzt Schritt für Schritt oder wir kümmern uns einfach nicht mehr um sie.“
Per Eilmeldung bekommen wir soeben die Nachricht, dass als erste Staaten Venezuela, Portugal und Griechenland ihren Beitritt zu Hoffnung und Frieden erklärt haben.

P.S. SUTOLITA bedeutet natürlich „Susannes und Thorstens literarische Agentur“.

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