Fünfhundert

Am 14. August 2015 eröffneten wir unseren Blog mit einem Erlebnisbericht über den Ausflug zum Müngstener Brückenpark.
Seitdem sind mehr als zwei Jahre vergangen. Wir waren fleißig und möchten mit diesem Artikel stolz die Nummer 500 präsentieren.

Die Idee, einen Blog zu betreiben, kam uns im Frühling 2015. Beide schrieben wir gern Geschichten. Und wir diskutierten mit Begeisterung über Politik. Was lag näher, als diese Vorlieben miteinander zu verknüpfen?

Thorsten war damals noch für die Homepage des Dortmunder Blindenvereins verantwortlich. Hier konnte er aber nur Vereinsrelevantes und -konformes veröffentlichen. Das war auf Dauer unbefriedigend.

Wir schauten uns nach Blogformaten um. Einfach und barrierefrei zu bedienen sollte unsere Seite sein. Wir wollten unsere Zeit nicht mit technischen Finessen verbringen, sondern lieber schreiben. Da wir uns eine Auswahl allein nicht zutrauten, fragten wir eine gute Freundin um Rat. Roswitha ist eine Tüftlerin und hatte in Nullkommanichts einen Blog für uns erstellt. Tosulit war ihr Arbeitstitel (das stand für Thorsten, Susanne und Literatur). Dieser Name gefiel uns so gut, dass wir ihn übernahmen. Vielen Dank an dieser Stelle noch mal, Roswitha. Wir wissen, dass du diesen Beitrag liest, denn du bist unsere treueste „Followerin“.

So ging Tosulit früher als gedacht im August 2015 an den Start.

Schon bei einigen runden Zahlen wollten wir einen besonderen Text schreiben. Irgendwie sind wir immer darüber hinweggekommen. Meist herrschte Schreibdruck, wie wir das nennen. Beim Artikel Nr. 500 reißen wir uns jetzt aber zusammen. Schreibdruck meint die Lust aufs Verfassen eines Beitrags. Das kann ein schönes Erlebnis sein, das ihn auslöst. Oft sind es politische Ereignisse, Äußerungen oder Verschwiegenes, das uns anspornt. Unsere Maxime beim Schreiben ist die Freude daran. Wir fühlen uns nicht verpflichtet, zu jedem aktuellen Ereignis Stellung zu nehmen. Schon gar nicht möchten wir über Stöckchen springen, wie dies die Leitmedien so gerne tun. Diese Haltung können wir uns erlauben, weil wir zwar neugierig auf Besucherzahlen gucken, aber nicht nach deren Steigerung streben. Uns gefällt das bequeme Nischendasein. Was wäre wohl auch geschehen, wenn ein echter BVB-Fan von den drei braven Fußballjungs gelesen hätte? Die verstehen da keinen Spaß. Schließlich sind sie ihrem Verein treuer als der Frau und ist er heiliger als der Papst. Übrigens war die Männer-WG so ein Saisonprojekt. Es bot sich nach den Transfers der letzten Sommerpause an. Tatsächlich sind die Jungs immer noch in Dortmund. Doch unsere Lust, an ihrem Leben teilzuhaben, ist erloschen. Eben getreu der Maxime, dass das Schreiben Freude machen soll.

Es gibt Artikel, die liegen besonders am Herzen. Dann muss man das, was man erlebt oder erfahren hat, einfach loswerden. Dafür ist das Schreiben ein großartiges Ventil. Wir schreiben uns dann wirklich etwas von der Seele.

Oder manchmal macht es einfach Spaß, wie z.B. bei unserem liebenswerten Rob16.

Für jeden Beitrag gilt: Es geht auch um die Beschäftigung mit dem Stoff. Wir möchten unsere Gedankengänge ja verständlich darlegen. Das bedeutet, das Thema noch einmal zu durchdenken, gegebenenfalls noch Hintergrundinformationen zu suchen. Dabei werden die Dinge auch für uns als Schreibende klarer.

Es gibt Texte in ich- und in wir-Form. Das hat nichts zu bedeuten. Die meisten Beiträge sind zuvor besprochen worden. Nicht die Texte als solche, wohl aber das Thema, das Ereignis oder die Frage. Hinter vielen Beiträgen stecken wir im Grunde beide. Auch wenn zumeist nur eine/r schreibt. Ein anderes Verfahren nennen wir Pingpong. Da schreiben wir abwechselnd jeweils einen Abschnitt. Wie in diesem Beitrag oder zum Beispiel beim Orakel für die Wahl. Dann sind wir gespannt, was jeweils der andere ergänzt hat. Die allermeisten Artikel werden vorm Veröffentlichen von uns beiden gelesen. Dieser Blog ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt.

Am Anfang, so bis etwa Nr. 150, konnten wir uns gut an unsere Artikel erinnern. Die Zeiten sind vorbei. Vielfach sagt uns die Überschrift nicht einmal mehr etwas. Möglicherweise würden wir noch mehr Verlinkungen setzen, wenn wir uns nur erinnern könnten. Doch oft dämmert nur etwas im Hinterkopf. Hin und wieder nutzen wir die eigene Suchfunktion. Die funktioniert bei WordPress wirklich gut. Die Fotos stammen selbstverständlich aus der Redaktion. Wir haben da eine Fotografin mit gutem Blick und ästhetischem Empfinden. Gern würden wir ab und zu auch Audios einbinden. Das jedoch lässt diese einfache Version einer Website nicht zu. Manchmal hängt uns die Politik auch total zum Halse heraus. Dann lesen Sie entweder gar nichts von uns oder wir tummeln uns in anderen Rubriken. Die „blinde Welt“ ist nicht vergessen. Es fehlt aber an der Lust zur Fortsetzung. Vermutlich kehrt sie irgendwann wieder.

Schön ist, wenn Sie gelegentlich mit neuen Ideen oder zum Nachdenken angeregt den Blog nach einer Lektüre schließen. Wir laden Sie herzlich ein, uns weiterhin zu begleiten.

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