Mal politisch völlig unkorrekt – ein herzliches Willkommen an Frauen und Kinder

Wieder wird landauf, landab diskutiert über die Silvesternacht in Köln. Die Berichterstattung überschlägt sich nach den Äußerungen von Simone Peter. Darf man „Nafri“ sagen, darf man junge, nordafrikanisch aussehende Männer öfter kontrollieren als andere? Ist das schon Rassismus? War der Einsatz der Polizei unverhältnismäßig? Machen wir rechtsstaatliche Abstriche? All diese Fragen kann man sich stellen. Aber sie gehen am Kern der Sache vorbei.

Schauen wir uns doch einmal nur die Fakten an.
Massen von jungen Männern treffen am Bahnhof aufeinander. Sie werden von der Polizei, die ebenfalls in Massen anrückt, verstärkt kontrolliert, denn man hat aus den Erfahrungen des letzten Jahres gelernt. Daraus nun Rassismus zu basteln, ist eine reichlich akademische Diskussion. Hätte die Polizei der political Correctness halber auch deutsch aussehende ältere Damen mit Enkelkindern an der Hand kontrollieren sollen?

Wenn wir uns diese Frage stellen, sind wir meiner Meinung nach beim Kern der Sache. Ältere Damen werden es – wenn es irgendwie ging – tunlichst vermieden haben, zu diesem Zeitpunkt den Kölner Bahnhof zu betreten. Genau wie andere Menschen, die Angst vor Gewalt und Eskalation haben. Das ist doch der eigentliche Skandal, über den niemand redet. Es gibt Zeitpunkte, da muss ich gewisse öffentliche Räume meiden. Denn dann beherrschen junge, grölende, gewaltbereite und testosterongesteuerte Männer die Szene. Mir ist es ziemlich egal, aus welchem Land die kommen. Die Bedrohung geht nicht von der Nationalität aus, sondern vom Geschlecht. Stellt euch mal die umgedrehte Situation vor: aggressive Frauen-Horden würden zeitweise öffentliche Plätze beherrschen, so dass sich kein Mann mehr dorthin traut aus Angst vor sexueller Gewalt, vor Erniedrigung, vor Diebstahl. Und anschließend entbrennt eine Diskussion darüber, ob es nicht diskriminierend war, dass man eben verstärkt diese Frauen kontrollierte.

Dass ich mich als Frau angstfrei in der Öffentlichkeit bewegen kann, ist nicht selbstverständlich, sondern ein sehr hohes Gut, das wir noch nicht sehr lange genießen dürfen. Bei solchen Zusammenrottungen wie am Kölner Bahnhof wird es regelmäßig mit Füßen getreten. Ich muss mir doch die Frage stellen, ob ich in einer solchen Nacht den Zug nehmen kann oder ob ich mich lieber keinem Risiko aussetze. Das ist eine Beschneidung meiner Freiheit und ein Eingriff in die persönlichen Rechte, die mir vom Grundgesetz garantiert werden. Und als Krönung des Ganzen soll ich mir nun noch Gedanken darüber machen, ob bei den polizeilichen Kontrollen alles politisch korrekt zugegangen ist. Ob die armen Kerle nicht nur aufgrund ihres Aussehens nach ihrem Pass gefragt wurden. Das hängt mir – ehrlich gesagt – zum Hals raus.

Ich hätte da mal einen Vorschlag zu machen jenseits jeglicher political Correctness.

Gewalt geht hauptsächlich von jungen Männern aus. Darüber herrscht Konsens. Die Liste der Statistiken, die dies belegen, ist endlos. Angesichts dieser simplen Tatsache kann ein Staat sagen: nun, gewaltbereite junge Männer haben wir selbst schon genug. Wir wissen um dieses Problem und versuchen, es in den Griff zu bekommen. Wenn uns dies gelungen ist, können wir über den Zuzug von Männern nachdenken, aber bis dahin brauchen wir nicht noch mehr davon. Wir öffnen stattdessen aber unsere Grenzen für alle schutzsuchenden Frauen und Kinder. Frauen haben weitaus weniger Aggressionspotential und verfügen in den allermeisten Fällen über die Fähigkeiten eines sozialen Miteinanders. Und Kinder sind grundsätzlich eine Bereicherung für die Gesellschaft.

Ich weiß, ich weiß, das klingt alles schrecklich ungerecht. Tatsächlich habe ich lange überlegt, ob man so etwas überhaupt schreiben kann. Mein Vorschlag ist auch eher als Provokation denn als ernst zu nehmende These gedacht. Aber wäre ein solches Vorgehen wirklich so viel ungerechter als das Aussieben nach Herkunftsstaaten oder nach Ausbildung?

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