Neue Union für 2017

Mit einem Paukenschlag begann der Nikolausparteitag der Christlich-demokratischen Union. Frau Dr. Angela Merkel begann ihre Grundsatzrede kurz und bündig mit der Frage, ob jemand etwas dagegen hat, dass sie Parteivorsitzende und Kanzlerin bleibt. Der 82jährige Heiner Geißler bekam seinen Arm aus verständlichen Gründen nicht schnell genug in die Luft. So wurde die Regentin ohne Gegenstimme im Amt bestätigt. Nach knapp fünf Minuten war diese Frage geklärt. Die Regentin bedankte sich artig für das Vertrauen und versprach, Regentin aller Christen sein zu wollen. Anschließend nahm sie sich der Sorgen all der rechtsblinkenden Parteifreunde an, die sich redlich bemühten, die AfD rechts zu überholen. Namentlich meinte sie Thoma Strobl und Peter Tauber sowie die gesamte CSU. Diese waren vehement dafür eingetreten, auch kranke Asylbewerber abzuschieben, wenn sie nicht gerade todkrank seien. Über die genaue Definition von todkrank wollten sie auf dem Parteitag noch beraten. Die Regentin kürzte das ab und verkündete, wer noch selber atmen könne, sei nicht zu krank für den Heimflug. Dies sei eine Definition, die selbst Gesundheitsminister Gröhe verstehe. Innenminister de Maiziere erhob sich von seinem Stuhl in der ersten Reihe und rasselte zustimmend mit einem Säbel. Der fiel ihm dann vor Ver- und Bewunderung aus der Hand, als die Regentin ihren nächsten Coup landete. Spätestens für 2018 kündigte sie eine Obergrenze an. Und zwar nicht die 200.000, die ihr Freund Horst ständig fordere, sondern Null! Um dies zu sichern, kündigte sie das Zusammenlegen der Bundespolizei und der Bundeswehr an. Diesmal sprang in der ersten Reihe Ursula von der Leyen auf und wedelte fröhlich mit gleich zwei Säbeln in der Luft herum. Heiner Geißler begrub in der vorletzten Reihe das Grundgesetz symbolisch unter einem Haufen Geldscheine. Das kriegte aber kaum jemand mit. Schnell sammelten die Ordner die Scheine ein und verteilten sie in die stets offenen Taschen einiger Delegierter. Der stöhnende Geißler wurde nach nebenan ins VIP-Zelt geführt. Als er dort Beatrix von Storch erkannte, sank er in wohltuende Ohnmacht. Geißler wurde ins nahe gelegene Krankenhaus zur seligen Heimfahrt gebracht. Im Saal begründete die Regentin ihren Entschluss mit der steigenden Zahl von Türken, die vor den Säuberungen im Land des Recep Tayip fliehen. Ihre Männerfreundschaft mit dem Sultan ließe nicht zu, dass Deutschland diejenigen aufnehme, die der Herr aller Moslems nicht haben wolle. All das war aber nur das Vorspiel für den Höhepunkt. Unter den Klängen des Triumphmarsches betrat Frauke Petry die Bühne. Mit einem gekonnten Hofknicks trat sie neben die Regentin und küsste deren Ring. Dann verkündeten beide das Zusammengehen der AfD mit der CDU. Merkel sagte, wir vollziehen nur das, was der Horst in München vorbereitet hat. Die AfD verzichte freiwillig auf Bayern und überließe dort das Feld der Schwesterpartei. Im übrigen Deutschland trete die neue Gemeinschaftspartei nun unter dem Namen FUDDAC an: Föderale Union für die deutschen alternativlosen Christen. Das wirke auf Anhieb etwas sperrig, werde sich aber auf Dauer in die Hirne der deutschen Doppelhaushälftenbewohner_innen einbrennen wie ein Heilsversprechen, meinte Petry optimistisch. Merkel bekräftigte, sie sei es leid, dauernd aus München genervt zu werden und nun auch noch die Anfälle ihrer kleinen Parteifreunde wie Tauber & Co ertragen zu müssen. Sie mache nun Nägel mit Köpfen und erfülle das Versprechen ihres großen Vorbildes FJS: Rechts von der Union darf es nichts geben. Ganz im Sinne Günter Oettingers versprach sie, mit der Homo-Ehe Schluss zu machen und auch die Schlitzaugen mal so richtig am Kragen zu nehmen. Dem noch amtierenden Präsidenten Kutte Gauck versprach Petry, Deutschland werde noch mehr Verantwortung in der Welt übernehmen. Daraufhin stürmte Ursula von der Leyen die Bühne und fiel ihren Freundinnen um den Hals. Dabei blitzten ihre Säbel fröhlich im Scheinwerferlicht. Altraffzahn Schäuble wollte nicht beiseite stehen und nötigte Thomas de Maizière, ihn auf die Bühne zu schieben. Seinen Säbel gab Thomas an Volker Kauder weiter, der damit sehr authentisch aussah. Anschließend brach der Saal in tumultartigen Jubel aus. Als dieser nach einer Stunde etwas abgeebbt und mit reichlich Bier begossen war, verkündete das neue Duo Merkel/Petry, die FUDDAC strebe im September die absolute Mehrheit im Bundestag an. Vorher wolle man die Staatskanzleien in Kiel und Düsseldorf im Sturm nehmen. Erste Reaktionen aus dem Willy Brandt-Haus deuten darauf hin, dass Sigmar Gabriel auf die Kanzlerkandidatur verzichtet. Es heißt, er habe einen Krisenstab mit Anton Hofreiter gebildet. Im Herrenzimmer des Hauses versammeln sich zur Zeit die Hoffnungsträgerinnen der Sozialdemokratie: Andrea Nahles, Aydan Özoguz, Jasmin Fahimi, Hannelore Kraft, Verena Bentele, Malu Dreyer und Katharina Barley. Katrin Göring-Eckhardt sei noch auf dem Weg. Es heißt, sie habe sich verfahren und stecke in einer Einbahnstraße fest. Donald twitterte: „Hey ladies, I love you.“

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