Ursula kann es

Kriegstreiberministerin Ursula von der Leyen ist eine unserer Lieblingsfeindinnen. Die christliche Demokratin lieferte am Freitag wieder Futter für unsere Abneigung. In Masar-i Scharif hat es ja einen Anschlag gegeben. Im sicheren Herkunftsland Afghanistan. Niemandem kann das entgangen sein, denn unsere Medien überschlugen sich bei der sog. Berichterstattung. Einige Stunden nach der heldenhaften Abwehr des Überfalls aufs deutsche Konsulat kam es zu einem „Zwischenfall“. Diesen stellte unsere Kriegstreiberministerin in bester, weil verharmlosender, Militärsprache dar. Sie ist gerüstet für den Ernstfall.

„Drei Motorradfahrer sind auf den Anschlagsort zugefahren und haben trotz Signalmunition und Warnschüssen nicht reagiert. Daraufhin sind weitere Schüsse gefallen. Die drei Motorradfahrer sind verwundet worden. Zwei davon tödlich.“

Natürlich schießt die Bundeswehr nicht einfach so auf Menschen. Übrigens schießt nicht die abstrakte Bundeswehr, sondern deutsche Bürger mit Stahlhelm auf der Rübe. Das Warnen gehört zum humanitären Töten. Jetzt haben diese drei Afghanen darauf nicht reagiert. Es handelt sich dem Vernehmen nach um Zivilisten ohne talibanesischen Hintergrund. Warum sie nicht anhielten oder abbogen, wissen wir nicht. So gehorchten die deutschen Soldaten ihrem Befehl und schützten den Anschlagsort. Ursula sagt, es fielen Schüsse. Wir ergänzen mal: „Daraufhin sind weitere Schüsse vom Himmel gefallen.“ So soll es klingen. Die Akteure, nämlich die deutschen Soldaten, werden nicht erwähnt. Durch die passive Konstruktion des Satzes wird selbst das aktive Handeln dieser Menschen umgedreht. Die Schüsse fielen. Ja woher denn? Dann heißt es, die Männer sind verwundet worden. Klingt doch wesentlich netter als getötet oder umgebracht oder ermordet! Zwei davon tödlich. Das kann nicht verschwiegen werden.

Wir meinen, Ursula von der Leyen ist sprachlich auf jeden Ernstfall vorbereitet. Sie wird auch größere Kampfhandlungen medial weichgespült darstellen können. Der Fernsehzuschauer ist leider noch deutlich empfindsamer als unsere Ministerin. Vor dieser Christin können wir nur warnen. Wir haben nicht den Eindruck, dass sie vor irgendwas zurückschreckt. Aus diesem Blickwinkel zum Beispiel ist es gut, dass Donald Präsident geworden ist. Mit ihm haben wir wenigstens die Möglichkeit, dass die Kriegsgefahr sinkt. Mit Hillary hätten wir die Gewissheit weiterer scharfer Auseinandersetzung gehabt. Und in diesem Chor hätte unsere Ursula prächtig mitsingen können. Als eine der vorderen Scharfmacherinnen. Als Kriegsministerin ist sie gefährlich genug. Als Kanzlerin wäre sie eine mörderische Gefahr für alle Menschen. Soweit wie der blassgrüne Kretschmann wollen wir dennoch nicht gehen und Regentin Angy für zwingend notwendig erklären. Unbedingt wichtig ist es aber, dass Ursula bald von der Bühne abtritt. Dafür können wir als Wähler in zehn Monaten – zumindest theoretisch – sorgen. Ihre Abwahl ist ein Grund, zur Urne zu gehen.

Quelle: https://www.welt.de/politik/ausland/article159421028/Bundeswehr-erschiesst-nach-Anschlag-zwei-Motorradfahrer.html

 

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