Das falsche Schießgewehr trifft gerichtlich bestätigt

So hat das das Landgericht Koblenz nicht gesagt, Es meint lediglich, dass die Bundeswehr das Gewehr bekommen hat, das sie bestellte. Vor etwa einem Jahr hatten wir uns an dieser Stelle zweimal mit dem Streit von Heckler & Koch gegen die BRD beschäftigt. Die schießwütigste Kriegsministerin aller Zeiten, Ursula von der Leyen, hatte Gutachter bestellt. Die haben gegutachtet, dass dieses G36-Sturmgewehr bei Hitze und Dauerfeuer nicht mehr trifft. Ursulas Angestellte, die Soldaten im Feld der Ehre, fanden das eigentlich nicht. Doch wer hört schon auf Praktiker, wenn es Gutachter gibt? H&K sagte simpel, das G36 sei eben ein Sturmgewehr und nicht für Grabenkrieg geeignet. Und weil die Bundeswehr so ein Schießgerät haben wollte, hat sie es gekriegt und soll nun schön ruhig sein.

Soweit, so klar. Dabei dürfen wir nicht vergessen, wie wichtig der Kunde Bundeswehr für Heckler & Koch ist. Das weiß auch die Kriegstreiberin aus Niedersachsen. Sie hat vor drei Monaten schon einmal das Ende des G36 bei der Bundeswehr verkündet. Die Bundeswehr hat sich ja auch viele neue Aufgaben vorgenommen. Vor allem hat Ursula das für ihre Jungs gemacht. Einsatz im Innern zum Beispiel. Da rechnet Ursula offenbar mit IS-Kämpfern, die in Dortmund das Fußballmuseum besetzen und Geiseln nehmen. Da gibt es dann Grabenkrieg über den Wall hinweg zwischen Hauptbahnhof und Museum. Und wenn das im Innern gut klappt, machen wir das auch mit Russland so. Natürlich nicht in Dortmund. Eher wohl in der Ukraine. Glauben wir dem aktuellen Weißbuch der Bundeswehr, rechnet Ursula wieder mit dem Russen vor der Tür. Nebenbei gesagt, wir halten beides für völligen Unsinn. Aber wir sind auch nicht Kriegstreiberministerin. Ursula nimmt ihre Aufgabe ernst.

Der große Kunde Bundeswehr braucht also für die Zukunft ein anderes Schießgewehr. Dieses wird europaweit ausgeschrieben. Da konkurrieren dann Firmen wie Sig Sauer oder FN Herstal mit Heckler & Koch um die Wette. Natürlich gibt es da noch Volker Kauder. In dessen Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen liegt Oberndorf. Dort sitzt H&K mit 700 Mitarbeitern. Kauder ist einer der besten Kumpel von Merkel. Bislang war dies eine gute Seilschaft. In „Merkels Klemme“ ahnen wir jedoch, dass der Regentin Zeit zu Ende geht. Ursula ist eine ihrer potentiellen Nachfolgerinnen. Weil das mit dem Kauder nicht mehr so hinhaut, freut sich Heckler & Koch auch nur ganz leise über den gerichtlichen Sieg. Sie wollen weder Ursula noch die 5.000 Koblenzer Bundeswehrbeschaffer ärgern. Die sollen ja den großen Auftrag für das neue Schießgewehr möglichst wieder an Heckler & Koch vergeben.

Unterm Strich haben wir da eine Kriegstreiberin, die dummes Zeug erzählt hat. Das ficht sie nicht im Geringsten an. Obwohl es keinen Grund gibt, das G36 nicht mehr zu verwenden, muss ein neues Gewehr angeschafft werden. Beschlossen und verkündet. Für irgendwas muss der steigende Kriegsetat doch verwendet werden, nicht wahr? Kürzlich hörten wir erst wieder aus Washington, dass Deutschland viel zu wenig für Rüstung ausgibt. Statt der vereinbarten 2 % des BIP sind es bei uns nur 1,2 %. Ursula darf sich solche Fehlgriffe leisten. Sie geht darüber mit neuem Trommeln hinweg. Eine Eigenschaft, die sie als kommende Regentin braucht. Deshalb ist sie – neben Thomas – unsere heißeste Kandidatin.

Quelle:

http://www.welt.de/wirtschaft/article157934892/Heckler-amp-Koch-sollte-Sieg-nicht-uebertrieben-feiern.html

 

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