Donald for President

Schon vor Monaten, als Donald Trump in der breiten Öffentlichkeit noch als Witzfigur daherkam, dachte ich darüber nach, dass er ein hervorragender Präsidentschaftskandidat für die Republikaner wäre.

Nicht dass ich damals daran glaubte, er könne nominiert werden. Bei aller Skepsis den US-Amerikanern gegenüber, hielt ich so etwas doch für ziemlich unwahrscheinlich. Na ja, die Realität hat gezeigt, dass mein zugegebenermaßen schon sehr geringes Zutrauen in die politische Bildung und Einsicht der Wähler noch viel zu hoch angesiedelt war.

Warum also sollte Donald Trump ein hervorragender Kandidat sein? Ich meine, dass er wie kein anderer die „Kultur“, die „Werte“ und die Ziele der USA verkörpert.

Schauen wir uns doch Trump’s Qualifikationen einmal an. Er fällt auf durch: Größenwahn, Gewaltbereitschaft, mangelndes Differenzierungsvermögen, Geltungssucht, Rassismus, Sexismus, Großmäuligkeit, Selbstüberschätzung, Gier, Rücksichtslosigkeit, Machtfixierung, nicht vorhandenes Geschichtsbewusstsein, Haudrauf-Mentalität und Heuchelei.

Schauen wir uns dann auf der anderen Seite an, wie sich die USA im Laufe der letzten 60 Jahre durch die Welt gebombt und gedrohnt haben ohne Rücksicht auf Verluste, aber immer die hehren Begriffe Freiheit und Demokratie im Munde führend, finden wir in den jeweiligen Regierungen alle Attribute von Donald Trump vertreten. Trump ist sozusagen die Personifizierung der US-amerikanischen „Werte“.

Man muss leider zu dem Schluss kommen, dass Donald Trump genauso ein Präsident werden könnte wie all seine Vorgänger auch. Der einzige Unterschied bei ihm ist, dass er das Deckmäntelchen des seriösen Politikers ausgezogen hat. Vielleicht ist er schlicht zu blöd, um eine solche Maskerade aufrecht zu erhalten. Vielleicht ist er aber auch der Meinung, dass es die nicht mehr braucht in unseren post-demokratischen Zeiten.

Geld, und wirklich nur Geld, ist das einzige, was Trump als Präsidentschaftskandidaten qualifizierte. Auch dies ist bezeichnend für den Zustand der US-amerikanischen Gesellschaft. Der Spruch „Geld regiert die Welt“ bekommt hier eine durchaus wörtliche Bedeutung.

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Eine Antwort zu Donald for President

  1. Anonymous schreibt:

    Und dass Geld alles ist, wissen mittlerweile auch die Europäer. Doch was ist, wenn der letzte Baum gerodet und der letzte Fluss vergiftet ist? Was ist, wenn wir nach dem systematischen Ermorden von Tieren und Pflanzen eines Tages doch gezwungen sind, uns unserer Schuld zu stellen? Was ist, wenn wir erkennen, dass Geld nicht satt, nicht glücklich, nicht gesund und auch nicht frei von Schuld macht? Dieser Tag wird kommen und dann sind wir Zeugen des Wandels… Und all die grauen Männer (und mögen sie noch so schillernd laut daher kommen) lösen sich in Staub und Asche der Vergangenheit auf!

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