Behindertenpolitisches Netzwerk gründet eine AG „Kommunikation“

„Das BPN soll bekannter werden!“ „Wir wollen spannend sein für neue Aktive!“ „Die Öffentlichkeitsarbeit des BPN soll professionalisiert werden!“

Das sind einige der Beiträge aus der Diskussion des Behindertenpolitischen Netzwerks um die Gründung einer AG „Kommunikation“. Unstrittig war der Handlungsbedarf bezüglich der externen und internen Kommunikation des Netzwerks. Innerhalb der jetzt gegründeten AG kann die Unterstützung der WAM-Medienakademie angenommen werden. Begleitet von ihrem Dozenten Frank Hilgenfeld werden Studierende die Aktiven aus dem BPN in ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützen. Frank Hilgenfeld: „Mir macht Öffentlichkeitsarbeit seit Jahren viel Spaß – und ich wünsche mir, die Aktiven aus dem BPN damit anzustecken.“ 

Soweit aus dem Newsletter 6/2016 des BPN. Vermutlich stellen sich auch Ihnen beim Lesen dieser Meldung einige Fragen. Wir wollen versuchen, sie zu beantworten. Was ist die Medienakademie WAM in Dortmund? Auf ihrer Startseite klingt das so: 

„WE ARE MEDIA!

DAS MEDIEN-STUDIUM AN DER WAM: DESIGN, ILLUSTRATION, FILM, KULTUR & EVENT, MARKETING, JOURNALISMUS & MODERATION

Du bist auf der Suche nach einem Medien-Studium, das deinen Interessen gerecht wird, und einem Studienumfeld, in dem du als Individuum wahrgenommen wirst? Du suchst die Alternative zum anonymen Studium in einem Studiengang im universitären Massenbetrieb? Dann triffst du an der WAM in Dortmund die richtige Studienwahl.

Intensiver Austausch im Medien-Studium an der WAM

An der WAM treffen Studierende mit den verschiedensten kreativen Talenten zum Medien-Studium zusammen. Die teamorientierte, offene und kreative Arbeitsatmosphäre an der WAM spricht Studierende an, die den intensiven Austausch in kleinen Kursgruppen, die Nähe und den Dialog mit den Dozenten und die Arbeit an praxisrelevanten Projekten wertschätzen. Ein „reguläres“ Studium der Medienwissenschaften an einer Uni oder FH kann eine solche Atmosphäre, in der individuell auf die Studierenden eingegangen wird, kaum bieten, weshalb die Entscheidung für die WAM die Entscheidung für praxisgerechtes Studieren ist.“ 

„Die WAM ist eine private Ergänzungsschule und hat die staatliche Anerkennung. Sie ist anerkannter Ausbildungspartner des Kommunikationsverbandes sowie Mitglied im BVDW (Bundes-Verband Digitale Wirtschaft) und im VDP (Verband Deutscher Privatschulen).“ 

Die WAM ist eine Kommanditgesellschaft und firmiert unter dem offiziellen Namen „WAM Die Medienakademie Koestel & Co. KG“. Inez Koestel ist Direktorin und Geschäftsführerin. Ihren Sitz hat die Schule an der Bornstraße im Dortmunder Norden. 

Soweit die Informationen zur WAM. Klingt nach einer fachlich kompetenten und dynamisch jungen Einrichtung. Frischer Wind, den das etwas angestaubte BPN gut brauchen kann. Nächste Frage für uns ist: Wer ist Frank Hilgenfeld? 

„Dozent Frank Hilgenfeld ist Fachwirt PR (IHK), geprüfter PR-Berater (DAPR) und war seit Abschluss seiner Studien im Jahr 2000 (Münster, Newcastle upon Tyne und London) als Pressereferent und Pressesprecher bei Bundesministerien, Unternehmen sowie Verbänden und als Journalist tätig. Zuletzt war er fünf Jahre Leiter der Unternehmenskommunikation eines internationalen Unternehmens in Berlin.

Seine Schwerpunkte sind: Internationale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Content Marketing und Social Media, Strategisches Management und Stakeholder Kommunikation. Er unterrichtet seit 2009 Journalismus, Medienökonomie und PR und ist Mitautor des Lehrwerkes »Internationales Marketing«. Seit 2014 ist er bei der Deutschen Presseakademie.“ 

Ein qualifizierter Mann. Ohne Zweifel. Inwieweit er sich selber einbringt oder die Arbeit weitgehend seinen noch in der Ausbildung befindlichen Student_innen überlässt, wird die konkrete Kooperation zeigen. Es wird durchaus mitentscheidend sein, wieviel Kompetenz Herr Hilgenfeld einbringt und wie engagiert er sich beteiligt. 

Unbeantwortet bleibt heute unsere dritte Frage. Wer aus dem BPN beteiligt sich an der AG? Hier schwächelt der Newsletter. Wir meinen, Ross und Reiter zu nennen, tut der Öffentlichkeitsarbeit eines öffentlichen Gremiums wie dem Netzwerk gut. Die Aktivist_innen des BPN würden bekannter werden. Vielleicht ist dis ein Punkt, an dem die AG ansetzt. 

Die vierte und letzte Frage lautet: Warum soll das BPN überhaupt bekannter werden? In der Meldung wird der Handlungsbedarf bei interner und externer Kommunikation als „unstrittig“ bezeichnet.

Aus eigener Mitwirkung (2011 – 2014) kennen wir die interne Komunikation. Sie besteht darin, dass zu den Sitzungen eingeladen wird. Dabei bekommen die Mitglieder Unterlagen per Mail zugesandt, mit denen sie sich auf die Tagesordnungspunkte vorbereiten können. Eine Rückmeldung oder Nachfrage aus den Reihen der Mitglieder haben wir so gut wie nie erlebt. Die Mitglieder erscheinen zumeist (mäßig) vorbereitet zu den Sitzungen. Intern ist eine Belebung der Kommunikation wünschenswert.

Um für Außenstehende „Spannend“ zu sein, wie es oben gefordert wird, muss es ja was zu erzählen geben. Was macht denn das Netzwerk konkret? Der Newsletter gibt dazu nicht viel her. Von immerhin zwei Begehungen ist die Rede. Zu zwei weiteren wird eingeladen. Was diese Aktivitäten erreicht haben oder erreichen wollen, wird nicht komuniziert. Konkret wird der Newsletter nur an der Stelle, wo Informationen zum ÖPNV in leichter Sprache in Vorbereitung sind. Als aufmerksame Beobachter der Arbeit des Gremiums mangelt es aus unserer Sicht an konkreter Aktivität. Teilnahme an Kongressen oder Begehungen sind gut und schön. Unbekannt bleiben häufig die Ziele des Netzwerks und die Art und Weise, wie diese erreicht werden sollen.

Abschließend noch unsere eigene Erfahrung. Auf Fragen per Mail wird innerhalb einer oder zweier Wochen reagiert. Wir haben die Absicht, an dieser Stelle aufgrund direkter Informationen aus dem BPN zu berichten. Das ist mühsam. Denn die Reaktionen enthalten beileibe noch keine Antwort. Unsere erste Frage zum barrierefreien Tourismus in Dortmund brauchte acht Wochen bis zu einer informativen Rückmeldung. Vielleicht sieht auch Herr Hilgenfeld an dieser Stelle, beim Kontakt zum interessierten Bürger, ebenfalls Verbesserungspotential. 

Quellen:

http://www.wam.de/kontakt/kontakt.html 

http://www.depak.de/akademie/referenten/frank-hilgenfeld

 

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