Kara

Hier findet ein Wort Eingang in die christliche Kirche, das nicht aus dem Lateinischen stammt. Das ist doch eher unüblich. Wir sind dem ein wenig nachgegangen.

Der Begriff Karfreitag leitet sich vom althochdeutschen „kara“ ab, was heute mit „Trauer“, „Klage“ oder „Kummer“ übersetzt werden kann. der Name des Freitags vor Ostern geht auf Mittelhochdeutsch karvritac zurück, aus Mittelhochdeutsch kar,althochdeutch kara „Jammer, Kummer“; das zugrundeliegende Germanische Wort karo „Kummer, Sorge“ findet sich auch in Altenglisch cearu und Gotisch kara wieder; der Karfreitag ist also als ein „Tag der Klage, Tag der Trauer“ benannt worden; Quelle ist wahrscheinlich die Indogermanische Schallwurzel gar– „schreien, jammern, wehklagen“.

Die Kirche gedenkt an diesem Tag dem Tod Jesu Christi am Kreuz. Durch den Tod soll Jesus die Sünde und Schuld der Menschheit auf sich genommen haben. Im Zuge der Auferstehung am Ostersonntag ermöglicht Jesus die Sündenvergebung und das ewige Leben für die Menschheit.

Wieso starb Jesus am Kreuz?

Die Kreuzigung war in der Antike eine weit verbreitete Art der Hinrichtung, die sich aus dem Erhängen entwickelte. Der Tod am Kreuz sollte die Qualen bis zum Tod verlängern. Der Gekreuzigte wurde dazu an einen aufrechten Pfahl gefesselt oder genagelt.

Wie brutal war der Tod am Kreuz?

Die Kreuzigung einer Person galt im römischen Kaiserreich als die grausamste Art der Hinrichtung, der Todeskampf konnte sich mehrere Tage lang hinziehen. Der Gekreuzigte verstarb in der Regel durch Verdursten, an Kreislaufversagen oder erstickte an seinem eigenen Körpergewicht. Vorausgesetzt, der Gekreuzigte überlebte das Auspeitschen und die Schläge im Vorfeld. Jesus von Nazareth soll der Überlieferung zufolge noch mit einer Lanze in die Seite gestochen worden sein.

Wo gilt das Tanzverbot wie lange?

Das Tanzverbot ist inzwischen Ländersache. Jedes Bundesland kann über Dauer und Ausweitung des Tanzverbots an den sogenannten „stillen Tagen“ selbst entscheiden. Davon betroffen sind nicht nur Tanz-, sondern auch andere Veranstaltungen, die über den Schank- und Speisebetrieb hinausgehen. Bayern regelt dieses Gesetz deutschlandweit am strengsten. An Karfreitag gilt in unserem Bundesland nicht nur das Tanzverbot, sondern ein generelles Verbot von Musik in Räumen mit Schankbetrieb. Außerdem gilt das Tanzverbot ganztägig, also von 0 bis 24 Uhr. Berlin und Bremen sind hier am lockersten. dort gilt das Verbot nur von 4, beziehungsweise 6 bis 21 Uhr.

Was essen wir traditionell an diesem Feiertag?

Traditionell verzichten viele Christen an Karfreitag auf den Verzehr von Fleisch. In Zusammenhang mit der Kreuzigung Jesu ist der Feiertag ein Tag der Trauer, der Abstinenz und der Buße. Populär sind dagegen Fischgerichte, auch weil der Fisch das wohl älteste christliche Symbol ist. Die griechische Bezeichnung für den Fisch lautet „ICHTHYS“, was sich als Akronym für die Botschaft „Iesos CHristos Theou (H)Yios Soter“ etablierte: Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter.

Im Text „Karfreitag“ sind wir der Frage nachgegangen, welch verheerende Wirkung eine Religion hat, die sich auf solch einen Ursprung stützt.

Quellen:

http://www.infranken.de/ueberregional/Karfreitag-Bedeutung-Tanzverbot-und-Essen-am-christlichen-Feiertag;art55462,1726511

 

http://www.wissen.de/wortherkunft/karfreitag

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