Der Hydrant

Vor ungefähr 10 Jahren zog ich zum 17. Mal um. Insgesamt bin ich bisher 18 Mal umgezogen. Aber das ist gar nicht das, was ich erzählen wollte.

Also kurz nach meinem 17. Umzug begann ich mich in meiner neuen Umgebung zu orientieren. In meiner Nähe gab es ein kleines Einkaufszentrum mit einem Lebensmittelgeschäft, Arzt, Friseur, Bäcker und alles, was man täglich benötigt. Der Weg zu diesem Einkaufszentrum hin war recht einfach. Ich ging aus der Haustür auf die Straße und nach ca. 50 m kam die nächste Kreuzung, an der ich rechts abbiegen musste. Nun noch vier Querstraßen überqueren und schon war ich da. Die neue Wohnung lag in einer absolut ruhigen Wohngegend. Demzufolge gab es kaum Autoverkehr und die Straßenüberquerungen waren leicht geschafft. Nach meinen Erledigungen in dem Einkaufszentrum musste ich nun wieder nach Hause gehen. Eigentlich war dies recht einfach. Die vierte Querstraße links abbiegen, an dem ersten Häuserblock vorbei und die nächste Eingangstür war meine. Aber wie so häufig, der Teufel steckt im Detail. Auf dem Nach-Hause-Weg vergaß ich meistens das Mitzählen der Querstraßen oder verzählte mich auch schon mal. Also ein neues Merkmal für den Nach-Hause-Weg musste her. Beim nächsten Gang entdeckte ich es schon in Form eines Hydranten. Diesen Hydranten nahm ich links von mir wahr. Oh prima, dachte ich, dieses Merkmal kann nicht weg bewegt werden. Nach diesem Teil biege ich die nächste Straße links ab  und brauch nun nicht mehr Straßen zählen, was so wieso nicht wirklich klappte. So meinte ich, mein Merkmal für den Nach-Hause-Weg gefunden zu haben. Einige Wochen später, ich ging wieder mal vom Einkaufen nach Hause, bemerkte ich, wie sich jemand an meinem Hydranten zu schaffen machte. Hm seltsam, dachte ich, aber vielleicht muss so ein Ding auch mal gewartet werden. Als ich kurz vor dem Hydranten war, hörte ich es knattern und dieser Jemand fuhr auf meinem Hydranten weg. Ich stand mit offenem Mund und völlig perplex da und wusste gar nicht,  was ich nun davon halten sollte.

Also, liebe Sehrestler, die Moral von der Geschicht: traut eurem Sehrest nicht!

 

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