Julias Jux

Eigentlich kennen wir solche Vorschläge von der CSU. Doch die hatte gerade ihren Parteitag und dort ihren Spaß. Jetzt sind die christlich-unionierten Demokraten dran. In Person von Julia Klöckner. Die will im kommenden März Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz werden. Aktuell macht sie sich durch einen Vorschlag für den Parteitag bekannt.

Kurz wollen wir noch die Bedeutung des Wortes Jux erklären, da es vermutlich nicht überall in Deutschland bekannt ist. Bei uns hier im Ruhrgebiet bedeutet Jux so viel wie Scherz oder Witz.

Die Julia schlägt nun also eine Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und jedem Migranten vor. Wer jetzt für die Bundesrepublik Deutschland auftritt, sagt Julia noch nicht. Wenn das auch noch das BAMF machen soll, sehen wir schwarz. Trotz der Übernahme durch den Macher von der BA, Frank-Jürgen Weise,  hören wir keine Erfolgsmeldungen von dort. Wann die Vereinbarung geschlossen wird, ob vor oder nach dem Bescheid zum Asylantrag, ist ebenfalls offen. Julia hat vermutlich im Sinn, das gleich an der Grenze zu machen. Dann wissen die schon mal, wie das hier läuft. Das geht freilich nur, wenn die Vereinbarung in sämtliche Muttersprachen der Migranten übersetzt wird. Dazu brauchen wir vereidigte Übersetzer. Nicht, dass die irgendeinen Quatsch oder das Gegenteil aufschreiben. Machen wir das in deutscher Sprache, muss vermutlich ein Jahr Deutschunterricht plus ein Sonderkurs in Beamtendeutsch vorgeschaltet werden.

Die Migranten sollen das Existenzrecht Israels anerkennen. Einige werden sich wohl wundern, dass dies in Deutschland schriftlich fixiert wird. Geschichtsbewusste Migranten werden sich denken, dass die Deutschn ja die Juden verfolgt und umgebracht haben. Da ist es nur logisch, wenn in Deutschland jeder Bürger sowas schriftlich versichert. Also kein Problem.

Die deutschen Gesetze gelten mehr als die Scharia. Das haben sich die meisten Migranten ohnehin schon gedacht. Viele werden die islamischen Gesetze nur vom Hörensagen kennen. Es gibt wenige Länder, in denen die Scharia angewandt wird. Und von dort kommen selten Flüchtlinge. Wir denken da beispielsweise an Saudi-Arabien.

Mit den deutschen Gesetzen soll die Gleichheit von Mann und Frau anerkannt werden. Naja, gehen sie damit mal an deutschen Stammtischen herum. Klar sind dort die Frauen gleichberechtigt. Solange sie die Männer nicht beim Saufen stören und daheim das Mittagessen vorbereiten.

Auch Homosexualität soll anerkannt werden. Ist eigentlich auch schon in den deutschen Gesetzen drin. Freilich erst seit 40 Jahren. Davor war das noch strafbar. Aber gut, so langsam wird sich der Migrant wundern, was er in Deutschland alles unterschreiben soll. Andererseits sind die Deutschen in vielen Ländern als besondrs gründlich bekannt. Da liegt die Annahme nahe, dass die Deutschen sowas mit Erhalt des Führerscheins oder so unterschreiben müssen.

Wir wollen die Julia also mal loben und nicht immer nur kritisieren. Schließlich ist sie ja nicht bloß aus Jux Chefin der CDU in Rheinland-Pfalz. Dieser Vorschlag spielt in der ersten Liga. Der ist ungefähr so sinnvoll wie derjenige der CSU, in Migrantenfamilien dürfe nur noch Deutsch gesprochen werden. An diesen Ideen erkennen wir die Führungskraft unserer Volksvertreter. In jeder Wohnung der Migranten werden Kameras und Mikrofone aufgehängt. Wenn da einer kein Deutsch spricht oder nicht weiß, wo Israel liegt, dann ist was los.

Sanktionen hat sich Julia auch schon ausgedacht. Die Sozialhilfe wird gekürzt. Aha, und wenn der Migrant gar keine kriegt, sondern als Arzt 3.000 € netto nach Hause bringt? Und wer führt überhaupt die Verhandlung über Verfehlung und Sanktion? Bei TTIP gibt es da ja extra Gerichte bestehend aus gut verdienenden Anwälten, die ständig die Rollen tauschen. Vielleicht machen das dann BAMF-Beamte. Einer spielt Richter, Einer Ankläger und einer den Verteidiger.

Ankläger: Herr Cem Özdemir hat beim Weinfest in Unterursel gesagt, seine Frau habe daheim nichts zu melden.

Richter: Nach § 9 der Lex Jux Julia macht das 200 € Abzug oder wahlweise drei Tage Mitarbeit im Beschaffungswesen der Bundeswehr.

Verteidiger: Mein Mandant ist Bundestagsabgeordneter und hat eine Diät. Davon können Sie nichts abziehen. Außerdem sagte er das auf der Toilette zu sich selbst, als er den siebten Wein wegbrachte.

Richter: Das müssen wir zugestehen. Wir verurteilen Herrn Özdemir also zu einer milderen Strafe. Er muss drei Tage beim Finanzamt die Kapitalertragssteuer der Kundendes örtlichen Jobcenters prüfen.

Mit drei Hammerschlägen ist das Urteil gefällt. Mangels eines Richtertisches kriegt jeder Beteiligte einen vor die Stirn.

Mit so einem Vorschlag wird sich die Partei beschäftigen, die in den Umfragen ungefähr 40 % bekommt. Ein echt lustiger Haufen, diese christlich-demokratisch Unionierten und ihr Stimmvieh. Julia kann es da noch weit bringen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Zeitgeschehen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s