Das falsche Schießgewehr trifft doch?

Ende August erzählten wir an dieser Stelle vom Niedergang eines Prunkstücks deutscher Wertarbeit. Das G36 wurde von Ursula höchstselbst für untauglich erklärt. Diese wiederum hatte einen Gutachter gefragt. Und das hätte uns stutzig machen sollen. Traut sie ihrem eigenen Laden kein Urteil zu und bezahlt dafür externen Sachverstand? Oder Verstand? Oder doch nur Sach?

Heckler und Koch hatten jedenfalls kurz darauf die Antwort parat. Das G36 sei eben zum Stürmen und Schießen und nicht zum Hocken und Dauerschießen konzipiert. Mit ihm kann der Soldat toll laufen und gleichzeitig Menschen umbringen. Weil es so leicht ist. Das Gewehr, nicht das Umbringen. Oder beides?

Inzwischen haben wir ja gelernt, dass in Koblenz 5.000 Kriegsministeriale sitzen, die sich nur um die Beschaffung für die Bundeswehr kümmern. Gemerkt haben wir das, weil beim künftigen Kampfflugzeug Eurofighter auch Einiges schiefläuft. Da sind die Bohrungen für die Schrauben nicht tief genug. Das erinnert uns an seelige IKEA-Zeiten. Da gab es das auch. Da hatten die billigen Arbeitskräfte im Osten die Bohrungen extra nicht tief genug gemacht, damit ihre Wessi-Landsleute die Schrauben beim Aufbau ihres IKEA-Schrankes nicht richtig reinkriegten. Die Ossis gibt’s ja nicht mehr. Oder doch, nur nicht als so billige Arbeitsmenschen. Die Bohrungen am Eurofighter sind dennoch nicht tief genug. Am Schlendrian des realexistierenden Sozialismus kann es nun ja nicht mehr liegen. Vielleicht liegt es daran, dass Koblenz am Rhein liegt. Die dortigen Jecken nehmen es ja nicht so genau. Deshalb klappt das auch nicht mit dem Beschaffen für die Bundeswehr. Also Tagesbefehl: Die kriegsministerialen Beschaffer ziehen um. Zum Beispiel nach Erfurt. Da gibt es keinen Rhein. Leider sind da gerade die Linken an der Macht. Aber bis der Umzug dann vorüber ist, wahrscheinlich längst nicht mehr. Hauptsache, die haben keinen Rhein in Erfurt.

Wir schweifen völlig vom Thema ab. Jetzt kam irgendeiner auf die Idee, mal die Soldaten zu fragen, wie sie das G36 finden. Und siehe da, die finden das alle toll. Es trifft also immer. Wen oder was, ist ja egal. Denn so genau kann ein Soldat ja gar nicht sehen, was er trifft. Ich meine, ob das nun ein als Taliban verkleideter Bauer oder ein als Bauer verkleideter Taliban ist, siehst Du ja nicht auf den ersten Blick. Und hingehen und nachsehen kannst Du auch nicht. Da könnten ja noch mehr Bauern sein. Manchmal verstecken die sich auch in Häusern. Wie zum Beispiel in diesem Krankenhaus in Kundus. Dann siehst Du das erst recht nicht. Da sind die Taliban nämlich als Patienten verkleidet oder umgekehrt.

Trotzdem wissen unsere Soldaten genau, wen sie treffen. Und vor allem, mit dem wievielten Schuss. Denn darauf kommt es ja an beim Umbringen. Möglichst wenige Patronen zu brauchen. Damit Du nicht selber getroffen wirst, ehe Du den Talibanpatientenbauern umgebracht hast. Ursula hat jetzt das Problem. Soweit ich weiß, wollte sie schon ganz neue Gewehre bauen lassen. Jetzt pfuschen ihr die Untergebenen ins Handwerk. Nur der Gutachter ist fein raus. Der hat sein Geld.

Übrigens haben wir an dieser Stelle noch was gelernt. Ministerien lassen lieber im Labor statt in der Realität testen. Im Labor wird hundertmal auf einen Pappmann, der als Taliban verkleidet ist, geschossen. Dann kommt das G36 in die Mikrowelle und wird richtig heiß gemacht. Eben wie in der Wüste. Und dann schießen sie auf einen zweiten Papptaliban. Und da hat der plötzlich statt 80 nur noch 60 Löcher. Und fertig ist das Gutachten. Die verkehrsministerialen Zulassungsidioten haben es sich noch einfacher gemacht. Statt einen Gutachter zu bestellen, fragten sie gleich den Hersteller der Autos, was er im Labor rausgekriegt hatte. Das sparte Steuergelder für die Gutachter. Die konnten dann für Subventionen an die darbende Autoindustrie genutzt werden. Ob die Autos im Labor allerdings auch in die Mikrowelle gesteckt werden, müssen wir noch rauskriegen.

 

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