Blatter, mach die Flatter!

Oder besser noch: Liebe FIFA, löse Dich einfach auf! Der Balll wird weiter und vermutlich leichtr rollen ohne Dich! Diese Organisation samt ihrer Untereinheiten bildet doch sozusagen ein Paralleluniversum.

 

Die Fédération Internationale de Football Association (deutsch Internationaler Verband des Association Football), kurz FIFA, ist der Weltfußballverband mit Sitz in Zürich. Die FIFA ist ein gemeinnütziger Verein im Sinne des Artikel 60 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches[1] und im Handelsregister eingetragen. Die FIFA organisiert Fußballwettbewerbe, darunter die Männer– und die Frauen-Fußball-WM. Ihr Präsident ist Sepp Blatter, der am 2. Juni 2015 seinen Rücktritt angekündigt hat.

 

Von den Einnahmen aus lukrativen Werbeverträgen und Fernsehausstrahlungslizenzen werden jährlich hohe Teilbeträge an die Mitgliedsverbände weitergereicht. Den größten Teil dieser Umsätze erzielt die FIFA durch die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer. Allein durch die weltweiten Fernsehrechte an den Herren-Weltmeisterschaften 2002 und 2006 nahm die FIFA 1,8 Milliarden Euro ein. Die FIFA forderte für die Ausrichtung der WM in Deutschland eine vollständige Steuerbefreiung, die ihr auch gewährt wurde.

Von 2003 bis 2006 erzielte die FIFA bei Erträgen von 3,3 Milliarden Franken einen Gewinn von 816 Millionen Franken. Allein 2006 wies sie einen Gewinn von 303 Millionen Franken aus und bezahlte dafür nur 1,06 Millionen Franken an Steuern, da die FIFA als nicht gewinnorientierte Organisation gilt und wie ein Verein besteuert wird. In den Jahren von 2011 bis 2014 nahm die FIFA 5,7 Milliarden Dollar ein, wovon 338 Millionen Dollar Gewinn verblieben. Sie verfügt im Jahr 2014 über ein Kapital von 1,5 Milliarden Dollar. Etwa 70 Prozent der Einnahmen fließen in verschiedener Form wieder an den Fußball zurück.

Nach der WM in Brasilien (2014) schieden die Fluggesellschaft Emirates und der Elektronikkonzern Sony aus dem Sponsorenkreis der Fifa aus. Zum Jahresende 2014 schieden Continental, Castrol sowie Johnson & Johnson aus.

Die FIFA ist in der Schweiz von der schweizerischen Steuer befreit. Eine Gesetzesinitiative zu einer künftigen gesetzlich verpflichtenden Steuerpflicht scheiterte im Schweizerischen Parlament.

 

Soweit unsere Freunde von Wikipedia. Ein Verein also, der weltweit agiert und Milliarden umsetzt. Ein Verein, der in den Austragungsländern der Titelkämpfe wie ein kleines Königreich regiert. In einer Bannmeile um die Stadien herum dürfen nur noch die Produkte verkauft werden, die die FIFA vorgibt. Natürlich sind dis solche der Sponsoren. Als ich dies 2006 sozusagen am eigenen Leib hier in Dortmund erlebte, konnte ich es kaum glauben. Wie kann sich ein sog. freies Land einfach ein Stück davon wegnehmen lassen? Lese ich hier aber von der gewährten Steuerbefreiung, ist ja alles klar. Der Kaiser und der DFB wollten die WM und waren bereit, dafür Freiheit herzugeben. Nun muss es uns keine schlaflosen Nächte bereiten, wenn irgendwo Becks statt Krombacher verkauft wird. Dennoch ist sowas ein besonderer Vorgang. Dieser Verein nutzt die Beliebtheit seines Produktes Fußball schamlos aus.

 

In Südafrika und Brasilien fanden die letztn Welttitelkämpfe statt. Diese Länder stehen in dem Ruf, einigermaßen demokratisch regiert zu werden. Gleichzeitig sind sie nicht für breiten Wohlstand in der Bevölkerung bekannt. Dennoch vergab die FIFA in diese Staaten. Gefordert wurden natürlich Stadien nach sog. internationalem, d.h. nach europäischm Standard. Milliarden wurden investiert. Jetzt stehen viele dieser Fußballtempel blöde und ungenutzt in der Landschaft herum. Im Fußballland Brasilien, weil sie viel zu komfortabel und daher zu teuer sind. Die Fans können sich die nötigen Eintrittspreise einfach nicht leisten. In Manaus gibt es gar kein Team, das ein großes Stadion braucht. Im Nichtfußballland Südafrika sieht es noch trostloser aus. Hier braucht nun überhaupt niemand die großen Arenen. Sie verfallen vor sich hin. Mit ihnen bröckelt das investierte Geld der Steuerzahler langsam in die Erde.

 

Den Gipfel der Absurdität erreichte die WM-Vergabe mit Katar für 2022. In den europäischen Verbänden rauchen die Köpfe, wie sie diese Titelkämpfe in ihren Spielplan integrieren sollen. Bislang richttet sich die Welt einfach nach Europa. Wenn hier Sommerpause ist, spielen wir die WM. Zum Glück liegen die Länder auf der Südhalbkugel, die dann Winter haben, ja nicht gar so südlich. In Argentinien oder Südafrika ging das schon noch. In Katar aber ist es im Sommer nun wirklich warm. Bei 50 Grad will keiner spielen. So wird diese WM wohl vor Weihnachten stattfinden. In klimatisierten Großhallen womöglich. Sport auf Kunstrasen unter Kunstlicht mit Kunstluft.

 

Die FIFA ist ein Sumpf. Sie sitzt damit gemütlich in der Schweiz. Dort haben sie kaum eine rechtliche Handhabe. So brachten erst US-Behörden, die mit Fußball nicht viel zu tun haben, das Gebäude ins Wanken. Vielleicht gerade deshalb. Was alles ans Licht kommt, wollen wir gar nicht aufzählen. Für den Fußballfan ist klar, jeder bei der FIFA ist korrupt. Und bei der UEFA das gleiche Bild. Deshalb ist Platini von vornherein kein sauberer Nachfolger für Blatter. Wie willst Du im System auch einen finden, der nicht zum System gehört? Da ist niemand, kein Funktionär, der nicht korrupt ist. Das geht hin bis zur deutschen Lichtgestalt Franz Beckenbauer. Der müsste eigentlich dem Blindenverein beitreten, hat er doch in Katar keinerlei Ausbeutung von Arbeitern beobachten können. Und die Fäden des korrupten Netzwerks reichen bis in den DFB hinein. Davon sind wir überzeugt.

 

Der Ball rollt weiter. Der Fußballfan ist geübt darin, all das Schäbige auszublenden. So blendet er auch die Machenschaften der internationalen Organisationen aus. Sonst müsste er sich mit Grausen abwenden von seinem Lieblingssport. Deshalb ist die Zivilgesellschaft gefragt, solchen Vereinen wie der FIFA den Boden zu entziehen. Nur die simple Auflösung dieser Vereine FIFA, UEFA etc. kann den Sumpf trocken legen. Nur so werden alle erwischt, die mitgespielt haben. Denn Du kannst nicht in diesem Sumpf spazieren gehen, ohne Dir die Füße schmutzig zu machen.

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