Sechzig

Das ist die Zahl dieses Wochenendes. Denn gleich zweimal steht diese Zahl für ein Ergebnis, mit dem die Mehrheit der Menschen wohl nicht gerechnet hat.

 

Ausgerechnet am heißesten Tag des Jahres trifft sich die AfD in Essen, um über ihren künftigen Vorsitzenden zu entscheiden. Wir überlegen noch, uns dieses kostenlose Kabarett anzuschauen. Doch es ist im Netz von Gegendemos und viel Polizei die Rede. Ohne Parteiausweis kommen wir sicher nicht rein. Stimmt, aber verpasst haben wir eine Menge. Sympathisch ist, dass bei dieser jungen Partei noch Stimmung in der Bude ist. Die Zusammenkünfte der etablierten Parteien wirken derart durchgestyled. Das ist eher steril. Hier aber wollen welche noch was. Was genau, weiß ich auch nicht. Sicher ist viel Eitelkeit im Spiel. Die Medien sagen, Petry habe im Vorfeld besser getrommelt. Und Lucke wirkt an diesem Wochenende nicht in Bestform. Vielleicht verträgt er die Hitze nicht. Jedenfalls ziehen sie die Vorstandswahlen vor und Petry siegt mit 60 %. So deutlich hatte das niemand erwartet. Jetzt kommt die Probe aufs Exempel! Sind die Lucke-Leute Demokraten und können verlieren? Oder zerfällt die AfD?

 

Die meisten Regierungen Europas werden gehofft haben, dass die Griechen brav sind. Am Ende werden sie doch wohl dem Lockruf der Fleishtöpfe folgen. Entlarvend sind viele Äußerungen bereits vor dem Sonntag. Mit der demokratischen Übung eines Referendums kommen viele Postdemokraten nicht zurecht. Und dann immer so schnell! In einer Woche bildete Tsipras seine Regierung fertig und in einer Woche stellt er ein Referendum auf die Beine. In Deutschland dauerten die Koalitionsverhandlungen ein Vierteljahr. Ein Referendum, sowieso undenkbar, würde ähnlich viel Vorlauf haben müssen. Und wieder 60 % und etwas mehr. Die Griechen wollen Merkels Austeritätspolitik nicht mehr. Was nun, EU? Es gibt keine Ausstiegsregeln! Rauswerfen geht gar nicht. Alle außer der CSU wissen das. Tsipras könnte für die Binnenwirtschaft eigenes Geld drucken. Sind sie dann (endlich) raus? Nein, warum kann ein Land nicht zwei Währungen haben? Eine für den Außen- und eine für den Binnenhandel. Europa wird humanitär helfn müssen. Das sieht sogar Herr Michelbach von der CSU ein. Zumal ja auch manche Griechen „richtig“ gestimmt haben. Und dies könnte die Griechn mit Europa versöhnen. Seit die sogenannte Rettung läuft, wird dann zum ersten Mal den Menschen geholfen.

 

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